Texas Hold’em / Regeln und Hand Rankings

Kartengeben bei Texas Hold'em
Das Ziel von Texas Hold'em ist es, mit sieben Karten das beste Blatt aus fünf Karten zu bekommen.

Vor dem Geben
Die Spieler tätigen ein Buy-In. Bestimmte Spieler setzen Blinds.

Das Kartengebersymbol
Mit dem Kartengebersymbol („D“, Dealer Button) wird angegeben, welcher Spieler der virtuelle Dealer ist. Er beginnt dabei immer mit dem Spieler links von ihm.

Blinds
Wenn für einen Spieler das Symbol angezeigt wird, werden zwei Spieler gebeten, das große oder das kleine Blind zu setzen. Ähnlich wie mit Anfangseinsätzen soll mit Blinds sichergestellt werden, dass ein Pott geschaffen wird, um den es sich lohnt zu spielen. Blinds werden jedoch nur von zwei Spielern gesetzt. Das erste Blind wird "Small Blind" genannt. Der Einsatz entspricht normalerweise der Hälfte des Mindesteinsatzes für das Spiel, bei einigen Spielen kann der Anteil jedoch leicht abweichen. Das zweite Blind wird "Big Blind" genannt. Es entspricht immer dem unteren Limit für das Spiel. Der Spieler unmittelbar links vom Dealer setzt das Small Blind und dessen unmittelbarer, linker Nachbar setzt das Big Blind.

Erste Kartenausgabe
Nachdem das Kartengebersymbol („D“ oder Dealer Button) zugewiesen und das Small und Big Blind gesetzt wurden, können die Karten gegeben werden. Der Kartengeber teilt die Karten immer im Uhrzeigersinn beginnend mit dem Spieler links von ihm aus. Jeder Spieler erhält auf diese Weise zwei verdeckte Karten. Der Spieler links vom großen Blind beginnt mit der ersten Einsatzrunde.

Einsatz bei der ersten Kartenausgabe
Der Spieler links vom Big Blind beginnt mit der ersten Einsatzrunde. Er darf nicht checken, sondern kann entweder passen, mit dem Big Blind mitgehen oder erhöhen. Die nachfolgenden Spieler können wählen, ob sie passen, mitgehen oder erhöhen. Ist die Reihe am Spieler, der das Big Blind gesetzt hat, dann kann er sich entscheiden, falls niemand mehr als Big Blind gesetzt hat, zu checken oder zu erhöhen, damit eröffnet er noch einmal die Wettrunde. Der Big Blind-Spieler hat diese Möglichkeit nur in der ersten Wettrunde und hier auch nur ein einziges Mal. Wenn alle Spieler die erste Einsatzrunde abgeschlossen haben, geht es mit dem Flop weiter.

Flop
Bevor der Flop ausgeteilt wird, wird eine Karte vom Deck gebrannt und verdeckt auf den Platz für Kartenhaufen gelegt. Der Flop besteht aus den ersten drei „Community Cards“ (Gemeinschaftskarten), die offen auf das „Board“ (die Mitte des Tischs) gelegt werden und von allen Spielern für ihr Poker-Blatt verwendet werden können.
Der Flop befindet sich jetzt auf dem Board und alle Spieler verfügen nun über fünf Karten, aus denen sie ihr Poker-Blatt erstellen können: Zwei "Hole Cards", die in der Eröffnungsrunde verdeckt ausgegeben wurden, und drei Community Cards, die alle Spieler verwenden können. Wer nun am Zug ist, wird durch folgende Regel festgelegt: Nach der ersten Kartenausgabe ist für den Rest des Spiels immer der Spieler links vom Kartengebersymbol zuerst an der Reihe. Wenn der Spieler mit dem Kartengebersymbol aussteigt, bleibt das Symbol weiterhin aktiv und für den restlichen Spielverlauf an der gleichen Position. Der Spieler, der an der Reihe ist, kann checken, passen oder einen Einsatz in der Höhe des gültigen Limits bringen. Sobald sich ein Spieler für einen Einsatz entscheidet, können die anderen Spieler der Runde nicht mehr checken, sondern nur noch callen (mitgehen) oder um den für diese Runde zulässigen Betrag erhöhen. In dieser, wie auch in der Eröffnungsrunde sind die jeweiligen Einsätze und Erhöhungen auf das untere Limit begrenzt, in den folgenden Einsatzrunden (Turn und River) auf das obere Limit.

The Turn
Beim "Turn" handelt es sich um die vierte Karte, die auf dem Board ausgelegt wird, und um die sechste Karte, die dem Spieler zur Verfügung steht. Manche Spieler nennen dies auch "Fourth Street". Häufiger wird jedoch die Bezeichnung "Turn" verwendet. Auch hier brennt der Kartengeber eine Karte vom Deck und legt dann rechts neben die letzte Flop-Karte eine Karte offen auf das Board.

So sieht der Turn aus
Jetzt haben die Spieler Zugriff auf die vier Karten auf dem Board sowie auf ihre zwei Hole-Karten. Wie in der vorhergehenden Einsatzrunde beginnt der Spieler, der links vom Dealer Button („D“) sitzt und natürlich noch am Spiel teilnimmt. Es ist immer der erste Spieler links vom Kartengebersymbol, der noch beteiligt ist. Der Einsatz beim Turn entspricht dem oberen Limit. Jedem Spieler stehen pro Einsatzrunde der Einsatz und ein Cap mit drei Erhöhungen zu. Bei einem Turnier sind jedoch auch bei nur zwei übrig gebliebenen Spielern nur drei Erhöhungen zulässig.

The River
Dann legt der Kartengeber die fünfte und letzte Karte auf dem Board aus.

River Look
Jetzt befinden sich fünf Karten auf dem Board und die Spieler verfügen über zwei Hole-Karten. Jetzt ist wieder der erste Spieler links vom Kartengebersymbol, der noch beteiligt ist, an der Reihe. Nach Abschluss aller Aktionen wie Checken, Setzen, Callen, Erhöhen beginnt der Showdown.

Wer legt zuerst seine Karten offen?
Der Spieler, der die Aktion durchgeführt hat oder den letzten Einsatz, die letzte Erhöhung oder die letzte erneute Erhöhung getätigt hat, muss seine Karten zuerst offen legen.

Angenommen, ein Spieler gewinnt kampflos?
Ein Spieler mit einem Gewinnerblatt muss seine Karten nicht zeigen, wenn niemand mit seinem Einsatz mitgegangen ist.

Muss ein Spieler seine Karten zeigen, wenn er bei der letzten Karte (River) mit einem Einsatz mitgeht?
Ein Spieler muss nur dann seine Karten nicht zeigen, wenn er nicht als Letzter eine Aktion durchgeführt hat. Wenn ein Spieler mit einem Einsatz mitgeht und feststellt, dass er nicht gewinnen kann, kann er aussteigen.

Wer gewinnt?
Bei uns entscheiden, wie überall, die Karten. Der Kartengeber sucht das beste Blatt aus fünf Karten mit Hilfe der fünf (5) Gemeinschaftskarten auf dem Board und der zwei (2) Karten auf der Hand des Spielers. Der Gewinner wird auf der Grundlage der allgemein gültigen Poker Hand Rankings (siehe rechts) ermittelt.